Bürgerschaft - Grundlagen ihrer Arbeit

Artikel 28 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland sieht vor, dass die Länder, Kreise und Gemeinden Vertretungen haben, die aus allgemeiner, unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen Wahl hervorgegangen sind.

Die Bürgerschaft vertritt die Interessen der ca. 58.000 Einwohner der Stadt Stralsund.

Alle fünf Jahre wird sie von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Stralsund gewählt.

Wahlberechtigt ist dabei, wer das 16. Lebensjahr vollendet hat, Deutsche/r oder Bürger/in der Europäischen Union ist und seit mindestens drei Monaten vor dem Wahltag in der Stadt Stralsund wohnt.
Kandidat für die Bürgerschaft kann jeder sein, der diese Voraussetzungen erfüllt, aber bereits das 18. Lebensjahr vollendet hat.

Die Bürgerschaft der Hansestadt Stralsund setzt sich seit dem 26. Mai 2014 aus 43 Mitgliedern zusammen. 14 Sitze entfallen auf die Mitglieder der CDU / FDP Fraktion, 8 auf die Fraktion Bürger für Stralsund/ AfD, 6 auf die SPD-Fraktion, 6 auf die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen, 5 auf die Fraktion Linke offene Liste, 2 Sitze auf die Wählergruppe Adomeit, 1 Sitz auf die AfD und 1 Sitz auf die NPD.
Damit ist die CDU / FDP Fraktion stärkste Fraktion.

Als Vertretung der Bürgerinnen und Bürger ist die Bürgerschaft oberstes Organ der Stadt Stralsund.

Die Bürgerschaft entscheidet über alle bedeutenden Angelegenheiten. So z.B. die Verabschiedung des Hauhaltes oder der Erlass von Satzungen (Abfallgebühren, Kanalbaubeiträge....).

Die Bürgerschaft tritt in der Regel im Jahr neun mal zu Sitzungen im Löwenschen Saal des Rathauses zusammen.

Die Sitzungen sind bis auf wenige vertrauliche Angelegenheiten wie z.B. Grundstücksfragen grundsätzlich öffentlich.

Herr Peter Paul (CDU) leitet als Präsident der Bürgerschaft die Sitzungen.

Die Sitzungen der Bürgerschaft werden durch die Arbeit des Hauptausschusses und der Fachausschüsse entlastet und vorbereitet.

Die durch die Verwaltung erarbeiteten Vorlagen werden zunächst in den Fachausschüssen beraten. Die Beratung wird mit einer Beschlußempfehlung an die Bürgerschaft beendet. Erst danach wird die Vorlage zur Entscheidung der Bürgerschaft vorgelegt.

Um externen Sachverstand in die Beratungen einzubinden, gehören den meisten Ausschüssen sachkundige Einwohner an. Sie werden auf Vorschlag der Fraktionen durch die Bürgerschaft gewählt.