Familie & Soziales

03.05.2019

Umsetzung des Spielstättenentwicklungskonzeptes

Susanne Lewing

Anfrage:

1. Wie ist der aktuelle Umsetzungsstand des Spielstättenentwicklungskonzeptes?

2. Welche sind die nächsten Maßnahmen?

Begründung: Erfolgt mündlich.

Bürgerschaft vom 09.05.2019

Einreicher: Susanne Lewing, CDU/FDP-Fraktion

18.06.2018

Aktionswoche ,,Stralsund Barrierefrei´´

Ann Christin von Allwörden

Anfrage:

1. Welche Erkenntnisse konnten in der Aktionswoche "Barrierefrei" (04.-07.09.2017) im Rahmen der "Sternenfahrt" erlangt werden?

2. Wurden Ergebnisse und Lösungsansätze aus dieser Veranstaltung bereits heraus erarbeitet bzw. umgesetzt?

Begründung:

Das Ziel dieser Themenwoche aus dem Jahr 2017 war es, sich für ein Leben ohne Barrieren in unserer Stadt stark zu machen. Des Weiteren ist es wichtig Menschen mit Behinderungen ein Signal zu zeigen und deren Interessen zu stärken sowie weitere Verbesserungen in unserer Stadt voran zu bringen.

Bürgerschaft vom 21.06.2018

Einreicher: Ann Christin von Allwörden CDU/FDP-Fraktion 

Situation der Kindertagesstätten in Stralsund

Dr. Ronald Zabel

Anfrage:

1. Wie hat sich die Zahl der Plätze in den Kindertagesstätten in der Hansestadt

Stralsund seit 2013 entwickelt? (Bitte aufschlüsseln nach Krippe, Kindergärten, Hort

sowie Stralsunder und Umlandkinder, freie Plätze.)

2. Von welchem Bedarf und welcher Entwicklung der Platzkapazitäten geht die

Verwaltung für die kommenden Jahre aus?

3. Welcher Handlungsbedarf (Platzanzahl, Fachkräfte etc.) seitens der Hansestadt, des

Landkreises bzw. der Landesregierung wird daraus abgeleitet?

 

Begründung: Das Platzangebot der Kindertagesstätten in Stralsund ist von öffentlichem

Interesse.

Bürgerschaft vom 18.05.2017
Einreicher: Dr. Ronald Zabel, CDU/FDP-Fraktion

 

 

 

 Herr Albrecht beantwortet die Anfrage wie folgt:

 

1. Wie hat sich die Zahl der Plätze in den Kindertagesstätten entwickelt?

Plätze in Kindertagesstätten laut Betriebserlaubnis

Plätze

davon

davon

belegt durch

Jahr

Anzahl

insge-

samt

Kinder-

Kinder-

Horte

Landkreis-

krippe

garten

kinder

2013

20

3662

531

1763

1368

188

2014

21

3950

543

1901

1506

220

2015

23

4146

559

1930

1657

234

2016

24

4224

567

1948

1709

243

Stand 01.03.2017

24

4207

567

1948

1692

243

 

2. Von welchem Bedarf und welcher Entwicklung der Platzkapazitäten geht die Verwaltung für die kommenden Jahre aus?

Für die Kitabedarfsplanung der Hansestadt Stralsund ist der Landkreis Vorpommern-Rügen zuständig. Vom LK sei ein Planentwurf im April 2017 vorgelegt worden.

Ein Abstimmungsgespräch dazu, in dem dann auch die Belegungszahlen verglichen und abgestimmt werden, finde am 29.05.2017 bei ihm statt.

Der LK berücksichtigt bei seiner Planung zunächst die gesetzlichen Vorgaben und Regelungen aus dem KiföG M-V. Aber auch Faktoren wie die Entwicklung der Stadt durch Erschließung weiterer Baugebiete, durch Zuzug von jungen Familien sowie eines Anstiegs oder Rückgangs der Geburtenrate beeinflussen den Bedarf. Jedoch können diese Plangrößen je nach Kenntnisstand nur geschätzt werden.

Deshalb ist diese Planung besonders schwierig und sollte nach Auffassung der Verwaltung in nicht zu großen Zeitabständen überprüft werden.

Bei der Beantwortung der Frage nach dem Bedarf zitiert er die Einschätzung des LK aus der vorgelegten Planung.

Demnach werden drei Altersgruppen getrennt voneinander betrachtet:

Kinder von 0 bis 3 Jahre - Krippenkinder

von 3 Jahre bis zum Eintritt in die Schule Kindergartenkinder

von 7-8 Jahre bis 11 Jahre bzw. Ende des 4.Schuljahres Hort

Planung bis 3 Jahre Kinderkrippe

Die Analyse des Bedarfs an Betreuungsplätzen für Kinder von O Jahren bis zum Ende der Grundschulzeit stützt sich auf gesetzliche Grundlagen für den Anspruch auf einen Betreuungsplatz, die bisherige Entwicklung und die aktuelle Inanspruchnahme (12/2016) sowie die derzeitige Prognose der Entwicklung der Kinderzahlen (12/2016).

Es sind drei wichtige Faktoren zu berücksichtigen:

• ein Anspruch auf einen Betreuungsplatz vor dem 1. Geburtstag besteht bei besonderem Bedarf, z. B. bei Berufstätigkeit, Ausbildung oder sozialer Benachteiligung.

• der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem 1. Geburtstag besteht ohne weitere Voraussetzungen.

• Kinder unter drei Jahren können von Kindertagespflegepersonen betreut werden.

 

Derzeit sind 925 Plätze vorhanden - 360 bei Kindertagespflegepersonen und

- 565 in Kindertageseinrichtungen (Krippe)

Das Platzangebot bei Kindertagespflegepersonen ist seit einiger Zeit rückläufig, da mehr Tagespflegepersonen die Tätigkeit beenden als beginnen. Während die Zahl der Tagespflegepersonen zurückging, stieg die Zahl der Plätze pro Tagespflegeperson auf durchschnittlich 4,7.

Es steht für 64 % der unter 3jährigen Kinder ein Platz zur Verfügung. Damit ist ein den gesetzlichen Vorgaben entsprechendes Angebot vorhanden.

Von den vorhandenen 925 Plätzen sind 825 Plätze belegt

- 322 bei Kindertagespflegepersonen

- 503 in Krippe

Die nicht belegten Plätze stellen jedoch nicht zwangsläufig eine Überkapazität dar. Diese Plätze sind teilweise für Kinder „reserviert“ oder im Rahmen der flexiblen Belegung mit über 3jährigen Kindern belegt und damit nicht unbedingt frei verfügbar.

Frei verfügbare Plätze sind in bestimmtem Umfang erforderlich, um den Rechtsanspruch jederzeit erfüllen zu können und z.B. zuziehenden Familien einen Platz anbieten zu können.

Die Prognose des LK für die folgenden Jahre hat ein zu erwartenden Platzbedarf von ca. 900 Plätze für die Stralsunder Kinder ermittelt.

Die Gegenüberstellung der vorhandenen 925 Plätze mit dem ermittelten Bedarf von bis zu 900 Plätzen ergibt, dass für Kinder aus Stralsund noch ausreichend Plätze zur Verfügung stehen.

Planung für 3 bis 6/7jährige Kinder (Kindergarten)

Es besteht ein Rechtsanspruch ohne zusätzliche Anspruchsvoraussetzungen vom 3. Geburtstag bis zum Eintritt in die Grundschule.

Die Zahl der Kinder im Kindergartenalter schwankt im Verlauf eines Kindergartenjahres (angelehnt an das Schuljahr) stark. Während die unter 3jährigen Kinder laufend neu aufgenommen werden und mit dem dritten Geburtstag laufend in den Kindergarten wechseln, verlassen Kindergartenkinder erst mit dem Eintritt in die Grundschule, also zu einem festen Termin, den Kindergarten. Die Kinder, die bereits einen Platz nutzen und das Kindergartenalter erreichen, müssen i. d. R. ohne Unterbrechung oder Wartezeit im Kindergarten weiter betreut werden können.

aktuell vorhandene Plätze in Kindertageseinrichtungen: 1941

Somit stand im Jahr 2016 für 100 % aller 3- bis 7jährigen Stralsunder Kinder ein Platz zur Verfügung. Dem gesetzlichen Rechtsanspruch konnte entsprochen werden.

Nach Einschätzung des Landkreises hat sich diese Situation auf Grund der Zuzüge insbesondere im 2. Halbjahr 2016 jedoch verändert.

Aktuell wird am 30.06.2017 nur für ca. 98 % der Kinder im Kindergartenalter ein Platz zur Verfügung stehen. Damit ist nur nahezu ein dem gesetzlichen Rechtsanspruch entsprechendes Angebot vorhanden.

In Stralsund leben derzeit 1976 Kinder im Kindergartenalter (3 bis 7 Jahre).

Diese Zahl ist stetig in Veränderung begriffen.

Der Landkreis geht in seiner Planung von 2000 Kindern (per 30.6.) aus, für die voraussichtlich der Anspruch auf einen Betreuungsplatz geltend gemacht werden wird.

Die Gegenüberstellung der vorhandenen 1941 Plätze mit der prognostizierten Zahl der anspruchsberechtigten Kinder von ca. 2000 Kindern ergibt einen zusätzlichen Bedarf von mindestens 60 Plätzen für Stralsunder Kinder.

In Jahren mit Einschulungsterminen Ende August/Anfang September kann der Spitzenbedarf von bis zu 2100 nicht gedeckt werden. Somit ergäbe sich ein zusätzlicher Bedarf von bis zu 160 Plätzen.

Stralsund als Kreisstadt versorgt immer auch Kinder aus den umliegenden Gemeinden. Unvorhergesehener Bedarf, z. B. durch weitere Zuzüge kann schon jetzt nicht versorgt werden. Bei einer weiteren Mitversorgung auswärtiger Kinder (wie bisher) wären weitere ca. 80 zusätzliche Plätze erforderlich

Planung für Grundschüler 6/7 Jahre bis 10/11 Jahre

Eine bedarfsgerechte Versorgung ist sicherzustellen. Der Bedarf besteht z. B. wenn Eltern berufstätig bzw. in Ausbildung sind oder andere besondere Gründe vorliegen, die im Einzelfall die Versorgung mit einem Hortplatz notwendig machen. Ein Rechtsanspruch besteht nicht.

Aktuell vorhandene Hortplätze: 1678

Für rund 81 % der Grundschüler steht im Schuljahr 2016/17 ein Hortplatz zur Verfügung.

Damit ist grundsätzlich ein dem gesetzlichen Anspruch entsprechendes Angebot vorhanden.

1603 Stralsunder Kinder werden im Hort betreut.

Die überwiegende Zahl der Kinder besucht den Hort in Stralsund. Nur 4 Kinder nutzen einen Platz außerhalb. Die in Stralsund vorhandenen Plätze werden von 88 Kindern aus anderen Gemeinden genutzt. Alle vorhandenen Plätze sind somit belegt.

Die Inanspruchnahme ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Sowohl der Anteil der Schulanfänger, die einen Hortplatz nutzen als auch der Anteil der Schüler der vierten Klassen, die bis zum Ende der Grundschulzeit den Hort besuchen ist gestiegen.

In der Regel wird ein Hortplatz in der Schulnähe gewünscht.

Die Zahl der Grundschüler insgesamt wird sich analog der Kinderzahlen in den nächsten Jahren weiter erhöhen, so dass ab dem Jahr 2017 mit über 2000 Grundschülern zu rechnen ist. Dies ist u. a. auf vergleichsweise starke Geburtsjahrgänge (2009 und 2008) sowie die hohen Zuzüge im Kindergarten- und Grundschulalter im Jahr 2016 zurückzuführen.

Somit entsteht ein ungedeckter Bedarf in Abhängigkeit mit den Grundschulen.

3. Welcher Handlungsbedarf (Platzanzahl, Fachkräfte etc.) seitens der Hansestadt, des Landkreises bzw. der Landesregierung wird daraus abgeleitet?

 

Ein zusätzlicher Platzbedarf im Kindergarten- und im Hortbereich wurde ermittelt und damit entsprechender Handlungsbedarf begründet. Betreuungsplätze müssen geschaffen werden.

Handlungsbedarf seitens der Stadt

Einige freie Träger der Jugendarbeit und somit schon in Stralsund arbeitende Träger von Kindertageseinrichtungen haben ihr Interesse bekundet, neue Einrichtungen zu errichten, oder Bestehende zu erweitern. Mehrere Gesprächsrunden fanden dazu bei Herrn Albrecht statt. Die Stadt unterstützt und betreut die freien Träger im Rahmen der ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten.

Handlungsbedarf seitens des LK

Die Kita Planung kann und muss in einem angemessenen zeitlichen Ablauf überarbeitet werden. Sollte die Einwohnerzahl Stralsunds weiter anwachsen (Plangröße 70.000 Einwohner), ist davon auszugehen, dass sich dadurch auch immer weitere Bedarfe an Kinderbetreuungsplätzen ergeben werden.

Die Planung und Zurverfügungstellung eines dem Bedarf entsprechenden Angebots liegt in der Zuständigkeit des LK

Handlungsbedarf seitens der Landesregierung

Fachkräfte

Das Land MV hat ein Entwurf eines fünften Gesetzes zur Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes vorbereitet. Es wurde festgestellt, dass durch viele Faktoren, die hier nicht weiter erörtert werden sollen, ein erhöhter Fachkräftebedarf entstanden ist und dieser derzeit nicht gedeckt werden kann. Mit den im Gesetz vorgesehenen Änderungen in Verbindung mit den geplanten Ausbildungsregelungen des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur soll die Ausbildung im frühkindlichen Bereich attraktiver werden.

Kostenbeteiligung für Eltern

Eine weitere Änderung des Kifög MV ist in Planung. Sie betrifft die Höhe der Elternentlastung. Mit dieser Regelung wird die Elternentlastung zu Gunsten der Eltern von Kindern ab drei Jahren bis zum sogenannten Vorschuljahr erweitert.

Eine Kostenbeteiligung des Landes und des Kreises an den immer weiter steigenden Preisen ist nicht bekannt. Somit wird der Haushalt der Kommune durch die Erweiterung der Platzanzahlen weiter belastet.

Es gibt keine Nachfrage. Auf eine Aussprache wird verzichtet.

 

Spielplätze im Baugebiet "Kleiner Wiesenweg"

Ann Christin von Allwörden
Ann Christin von Allwörden

Anfrage: 1. Welche Spielplätze stehen im Bereich der Baugebiete „Kleiner Wiesenweg“ für

welche Altersgruppen zur Verfügung?

2. Ist die Errichtung weiterer Spielplätze in diesem Stadtgebiet geplant?

Wenn ja, wann?

Begründung: Die Baugebiete „Kleiner Wiesenweg“ (Bebauungsplan Nr. 41 „Kleiner

Wiesenweg – Nördlicher Teil“ sowie Bebauungsplan Nr. 44 „Kleiner Wiesenweg – südlicher

Teil“) haben in den letzten Jahren großen Zuspruch erfahren. Insbesondere junge Familien

haben dort gebaut. Spielplätze sind Teil der Wohnortqualität und von öffentlichem Interesse.

Bürgerschaft vom 15.10.2016
Einreicherin: Ann Christin von Allwörden, CDU/FDP-Fraktion

 

Herr Bogusch beantwortet die Anfrage wie folgt:

zu 1.:

Im Umfeld des Baugebietes "Kleiner Wiesenweg" befinden sich 3 Spielplätze:

- der "Spielplatz Damaschkeweg", mit einer Fläche von ca. 1000 m² und Spielangeboten für die Altersklasse 1

und 2, also geeignet für Kinder bis 12 Jahren,

- der ca. 3000 m² große "Spielplatz Franzburger Weg", der vielfältige Spielangebote für Kinder aller Altersgruppen bereithält und

- der "Spielplatz Wiesenweg", Am Wiesenwegmoor, der im Zuge der Umsetzung des Bebauungsplanes 44 "Kleiner Wiesenweg - südlicher Teil" realisiert wurde und ein Flächen- und Spielangebot von ca. 1000 m² für die Altersklasse 1 und 2, also Kinder bis 12 Jahren, aufweist.

zu 2.:

Die Errichtung eines weiteren Spielplatzes ist vorgesehen, denn unter Berücksichtigung der Einzugsradien für die genannten vorhandenen Plätze entsteht für die sich jetzt noch entwickelnden neuen Wohnstandorte ein weiterer Spielplatzbedarf. Das wurde bereits bei der Aufstellung des Bebauungsplanes erkannt, und ein solcher Standort ist nördlich der Straße "Tribseer Wiesen", entlang des "Kleinen Wiesenweges" vorgesehen.

Die Ausführung steht unmittelbar bevor. Die Ausgestaltung der Fläche orientiert sich an den Bedürfnissen von Kindern im Alter von 6 - 12 Jahren, soll aber auch ein kleines Angebot an Geräten für jüngere Kinder berücksichtigen. Es wird mit einer Bauzeit von Oktober bis Dezember 2016 gerechnet.

Frau von Allwörden dankt für die Beantwortung und zieht den Antrag zur Führung einer Aussprache zurück.